Der EuroAirport - im Dienst der RegioTriRhena

Mit 7,3 Millionen Passagieren im Jahr 2016 erreicht der EuroAirport einen neuen Meilenstein in seiner Geschichte

Von der Grundsteinlegung im Jahre 1946...

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bis zu heute und morgen...

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Geschichte des Flughafens

Die ersten Infrastrukturen des binationalen Flughafens Basel-Mulhouse wurden innerhalb von zwei Monaten gebaut und am 8. Mai 1946 eingeweiht, nachdem dort einige Tage zuvor, am 2. Mai, das erste Zivilflugzeug gelandet war.


Der Flughafen Basel-Mulhouse oder der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, wie sein Markenname lautet, ist heute durch seine trinationale Wirkung ein Symbol für die internationale Zusammenarbeit, deren dringende Notwendigkeit nach dem zweiten Weltkrieg deutlich zutage getreten ist.

Die Pläne für ein solches Projekt sind aber schon älter. Denn in den 30er Jahren war den Behörden der Kantone Basel-Stadt und Baselland klargeworden, dass der Flugplatz Basel-Sternenfeld angesichts der Entwicklung des Luftverkehrs und des Einsatzes neuer Maschinen, wie etwa der DC-3, bald nicht mehr ausreichen würde.

Zu dieser Zeit hatte ein Projekt an der Grenze zwischen Allschwil und Burgfelden die Zustimmung der französischen Regierung gefunden. Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs wurden die Verhandlungen jedoch unterbrochen.

Im Mai 1945 wurden sie wieder aufgenommen und führten schliesslich zu einem Grundsatzabkommen, demzufolge Frankreich das Gelände zur Verfügung stellte und die Schweiz die Pisten und Gebäude baute. Ohne die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen den beiden Ländern abzuwarten, die am 4. Juli 1949 in Bern stattfand, beschlossen die Behörden den Bau der ersten provisorischen Infrastrukturen.

In den folgenden Jahren wurde der Erstausbau des Flughafens vorangetrieben. In den Jahren 1951/52 wurde die schweizerische Zollstrasse gebaut, im Dezember 1952 die Ost/West-Piste mit einer Länge von 1'600 m fertiggestellt, ein Jahr später konnte die 2'370 m lange Haupt- und Blindlandepiste in Nord/Süd-Richtung in Betrieb genommen werden. Nachdem die Pisten- und Flugsicherungsanlagen zur Verfügung standen, mussten noch die Hochbauten erstellt werden: Die Werfthallen wurden 1966 fertig gestellt, die Frachthallen konnten im Mai 1970 bezogen werden und am 27. Juni 1970 fand die Einweihung des vorerst "definitiven" Flughafens statt.

Seither wird die vorhandene Infrastruktur den Bedürfnissen entsprechend systematisch aus- und umgebaut. So wurde die Hauptpiste im Jahr 1978 auf 3'900 m verlängert, um auch zukünftig allen Flugzeugtypen ohne Einschränkung Starts und Landungen zu ermöglichen. Die Verlängerung der Querpiste um 220 m folgte im Jahr 2001. In den Jahren 1979-1981 wurde die Frachthalle inkl. Bürotrakt vergrössert, 1988 kam eine provisorische Halle für die neu aufkommende Express- und Kurierfracht hinzu, die 1996 durch das definitive "West-End" abgelöst wurde. Die alte Frachthalle wurde 2015 durch einen neuen modernen Frachtterminal in der Zone 4 im Südosten des Flughafens ersetzt, der den Anforderungen der lokalen Industrie, z.B. Pharma-Firmen, entspricht.

Im Bereich des Passagierterminals wurden 1990 die Abflughallen neu gestaltet und durch den Anbau eines Fingerdocks zusätzliche Flugzeugstandplätze mit direktem Terminalanschluss geschaffen. Dieses Fingerdock wurde in den Jahren 2000/2001 zum heute bestehenden "Y-Dock" mit ca. 25 Flugzeugstandplätzen erweitert. Das landseitige Terminal wurde, um den stetig steigenden Passagierzahlen zu genügen, ebenfalls bedeutend vergrössert und modernisiert; Ende 2002 wurde die Erweiterung des französische Teils eröffnet, gefolgt vom schweizerischen Teil im Sommer 2005. Der noch bestehende alte Mittelteil des Terminals wurde bis Anfang 2013 umgebaut und in seinem Erscheinungsbild den modernen Neubauten angepasst; die erneuerte Halle 2 im französischen Teil konnte bereits im Sommer 2011 wieder in Betrieb genommen werden.

Wichtige Meilensteine

1946 - Nach zweimonatiger Bauzeit Einweihung des provisorischen Flughafens
1949 - Unterzeichnung des Schweizerisch-Französischen Staatsvertrags in Bern
1952 - Eröffnung der Zollfreistrasse von Basel
1966 - Fertigstellung der Werfthallen mit Werkstätten und Bürotrakt
1970 - Einweihung des Passagierterminals mit einer Kapazität von 1 Mio. Passagieren pro Jahr
1978 - Verlängerung der Hauptpiste auf 3'900 m
1984 - Der Flughafen erreicht erstmals die Zahl von 1 Mio. Fluggästen
1987 - Das Markenzeichen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg wird eingeführt
1992 - Der Flughafen verzeichnet erstmals mehr als 2 Mio. Passagiere
1996 - Auszeichnung als bester Regionalflughafen Europas
1998 - Erstmals 3 Mio. Passagiere
1999 - Grundsteinlegung zum neuen Fingerdock
2002 - Einweihung des Passagier-Terminal Nord
2005 - Einweihung des Passagier-Terminal Süd
2006 - Erstmals 4 Mio. Passagiere; grünes Licht für den Ausbau der Zone Süd
2008 - Inbetriebnahme der Zone Südwest "6bis" (Flugzeugwartung und –umbau) mit Grossraum-Hangars
2011 - Erstmals 5 Mio. Passagiere
2012 - Renovierung des alten Teils des Flughafenterminals
2014 - Erstmals mehr als 6 Mio. Passagiere
2015 - Erstmals 7 Mio. Passagiere; Einweihung des neuen Cargo Terminals

Der EuroAirport heute

Die ausserordentlich günstige Lage im Herzen Westeuropas und dreier wirtschaftlich starker Regionen (Elsass, Nordwestschweiz und Baden-Württemberg) erklärt den Erfolg des EuroAirport. Er ist der am besten ausgebaute Flughafen am Oberrhein und kann dank seiner Infrastruktur jegliche Art von Verkehr aufnehmen.

Insgesamt wurde im Jahr 2016 ein Passagieraufkommen von 7,31 Millionen registriert. Das Streckennetz umfasst im Linienverkehr je nach Saison rund 70-100 Flughäfen in ca. 30 verschiedenen Ländern, die in aller Regel täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich direkt und ohne Umsteigen angeflogen werden.

Das tägliche Linienangebot von rund 100-120 Flügen bestreiten über 25 verschiedene Fluggesellschaften am EuroAirport. Marktführer sind easyJet und Wizz Air, gefolgt von Lufthansa, TUIfly, Air France, British Airways und Air Berlin. Durch die Präsenz der weltweiten führenden Airline-Allianzen Star Alliance, SkyTeam und oneworld, die mehrmals täglich Verbindungen zu ihren Hubs in Amsterdam, Frankfurt, London-Heathrow, München, Paris und Wien anbieten, ist der Kunde optimal an alle europäischen Interkontinental-Drehkreuze angebunden.

Der EuroAirport ist nicht allein das Tor zur Welt, sondern ebenfalls Tor in die Region für all diejenigen, die von auswärts zu Besuch kommen. 2014 waren 30% der Passagiere einreisende Touristen. Dieses Potenzial kann durch gezielte regionale Tourismusförderung weiter ausgebaut werden.

Im Bereich Flugzeugwartung und -innenausbau gehört der EuroAirport mit den hier ansässigen Firmen Jet Aviation, AMAC Aerospace und Air Service Basel ausserdem zu den weltweit führenden Kompetenzzentren für die gehobene Geschäfts- und Privatluftfahrt.

Streckennetz

(Änderungen vorbehalten)

Zukunftsperspektiven

Das Angebot am EuroAirport wird sich weiter entwickeln. Im Passagierbereich liegen die Perspektiven im Ausbau der osteuropäischen Verbindungen, in der Optimierung des Angebots im Bereich der klassischen Geschäftsdestinationen und im Bereich der Ferienflüge, sowie in der Verbreiterung des Angebots durch weitere Fluggesellschaften.


Im Frachtbereich wird die alte Frachthalle für die Bedürfnisse der Express-Fracht umgebaut und die Expressfrachtaktivitäten an einem Standort zusammen gefasst werden.

Ein weiteres wichtiges Projekt für den EuroAirport und die Region ist der direkte Bahnanschluss. Dieses Projekt wurde Anfang 2010 offiziell vom französischen Staat wieder ins Leben gerufen. Die aktuelle Planung des Projekts sieht eine Inbetriebnahme für 2020 vor. Der Förderverein EAP EXPRESS, der im Oktober 2010 gegründet wurde, setzt sich für das Projekt mit verschiedenen Massnahmen ein, damit Reisende und Beschäftigte den Flughafen besser erreichen können.

Ein weiteres zukünftiges Bauvorhaben ist die Errichtung eines 2- und 3-Stern-Hotelkomplexes mit 200 Zimmern in unmittelbarer Nähe des Flughafenterminals.