Wir über uns
Der EuroAirport - im Dienst der RegioTriRhena
Von der Grundsteinlegung im Jahre 1946...
bis zu heute und morgen...
Geschichte des Flughafens
Die ersten Infrastrukturen des binationalen Flughafens Basel-Mulhouse wurden innerhalb von zwei Monaten gebaut und am 8. Mai 1946 eingeweiht, nachdem dort einige Tage zuvor, am 2. Mai, das erste Zivilflugzeug gelandet war.
Der Flughafen Basel-Mulhouse oder der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, wie sein Markenname lautet, ist heute ein Symbol für die internationale Zusammenarbeit, deren dringende Notwendigkeit nach dem zweiten Weltkrieg deutlich zutage getreten ist.
Die Pläne für ein solches Projekt sind aber schon älter. Denn in den 30er Jahren war den Behörden der Kantone Basel-Stadt und Baselland klargeworden, dass der Flugplatz Basel-Sternenfeld angesichts der Entwicklung des Luftverkehrs und des Einsatzes neuer Maschinen, wie etwa der Douglas DC-3, bald nicht mehr ausreichen würde.
Zu dieser Zeit hatte ein Projekt an der Grenze zwischen Allschwil und Burgfelden die Zustimmung der französischen Regierung gefunden. Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs wurden die Verhandlungen jedoch unterbrochen.
Im Mai 1945 wurden sie wieder aufgenommen und führten schliesslich zu einem Grundsatzabkommen, demzufolge Frankreich das Gelände zur Verfügung stellte und die Schweiz die Pisten und Gebäude baute. Ohne die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen den beiden Ländern abzuwarten, die am 4. Juli 1949 in Bern stattfand, beschlossen die Behörden den Bau der ersten provisorischen Infrastrukturen.
In den folgenden Jahren wurde der Erstausbau des Flughafens vorangetrieben. In den Jahren 1951/52 wurde die schweizerische Zollstrasse gebaut, im Dezember 1952 die Ost-/West-Piste mit einer Länge von 1'600 m fertiggestellt, ein Jahr später konnte die 2'370 m lange Haupt- und Blindlandepiste in Nord-/Süd-Richtung in Betrieb genommen werden. Nachdem die Pisten- und Flugsicherungsanlagen zur Verfügung standen, mussten noch die Hochbauten erstellt werden: Die Werfthallen wurden 1966 fertig gestellt, die Frachthallen konnten im Mai 1970 bezogen werden und am 27. Juni 1970 fand die Einweihung des vorerst «definitiven» Flughafens statt.
Seither wird die vorhandene Infrastruktur den Bedürfnissen entsprechend systematisch aus- und umgebaut. So wurde die Hauptpiste im Jahr 1978 auf 3'900 m verlängert, um auch zukünftig allen Flugzeugtypen ohne Einschränkung Starts und Landungen zu ermöglichen. Die Verlängerung der Querpiste um 220 m folgte im Jahr 2001. In den Jahren 1979-1981 wurde die Frachthalle inkl. Bürotrakt vergrössert, 1988 kam eine provisorische Halle für die neu aufkommende Express- und Kurierfracht hinzu, die 1996 durch das definitive «West-End» abgelöst wurde. Die alte Frachthalle wurde 2015 durch einen neuen modernen Frachtterminal in der Zone 4 im Südosten des Flughafens ersetzt, der den Anforderungen der lokalen Industrie, z.B. Pharma-Firmen, entspricht.
Im Bereich des Passagierterminals wurden 1990 die Abflughallen neu gestaltet und durch den Anbau eines Fingerdocks zusätzliche Flugzeugstandplätze mit direktem Terminalanschluss geschaffen. Dieses Fingerdock wurde in den Jahren 2000/2001 zum heute bestehenden «Y-Dock» mit ca. 25 Flugzeugstandplätzen erweitert. Das landseitige Terminal wurde, um den stetig steigenden Passagierzahlen zu genügen, ebenfalls bedeutend vergrössert und modernisiert; Ende 2002 wurde die Erweiterung des französischen Teils eröffnet, gefolgt vom schweizerischen Teil im Sommer 2005. Der noch bestehende alte Mittelteil des Terminals wurde bis Anfang 2013 umgebaut und in seinem Erscheinungsbild den modernen Neubauten angepasst; die erneuerte Halle 2 im französischen Teil konnte bereits im Sommer 2011 wieder in Betrieb genommen werden.
Wichtige Meilensteine
Éléments
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1946 - 1969
1946 - Nach zweimonatiger Bauzeit Einweihung des provisorischen Flughafens
1949 - Unterzeichnung des schweizerisch-französischen Staatsvertrags in Bern
1952 - Eröffnung der Zollfreistrasse von Basel
1966 - Fertigstellung der Werfthallen mit Werkstätten und Bürotrakt
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1970 - 1999
1970 - Einweihung des Passagierterminals mit einer Kapazität von 1 Mio. Passagieren pro Jahr
1978 - Verlängerung der Hauptpiste auf 3'900 m
1984 - Erstmals 1 Mio. Passagiere
1987 – Einführung der Marke EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg
1992 - Erstmals mehr als 2 Mio. Passagiere
1996 - Auszeichnung als bester Regionalflughafen Europas
1998 - Erstmals 3 Mio. Passagiere
1999 - Grundsteinlegung zum neuen Fingerdock
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2000 - 2024
2002 - Einweihung des Passagier-Terminal Nord
2005 - Einweihung des Passagier-Terminal Süd
2006 - Erstmals 4 Mio. Passagiere; grünes Licht für den Ausbau der Zone Süd
2008 - Inbetriebnahme der Zone Südwest «6bis» (Flugzeugwartung und –umbau) mit Grossraum-Hangars
2011 - Erstmals 5 Mio. Passagiere
2012 - Renovierung des alten Teils des Flughafenterminals
2014 - Erstmals mehr als 6 Mio. Passagiere
2015 - Erstmals 7 Mio. Passagiere; Einweihung des neuen Cargo Terminals
2017 - Eröffnung des neuen Parkhauses F4 mit 2'700 Plätzen
2018 - Erstmals mehr als 8 Mio. Passagiere
2019 - Erstmals 9 Mio. Passagiere
2020 - Krise in noch nie dagewesenem Ausmass aufgrund des Coronavirus, das Passagieraufkommen sinkt auf 2,6 Mio. Fluggäste
2024 - Der Flughafen begrüsst wieder nahezu 9 Mio. Passagiere
Der EuroAirport heute
Die ausserordentlich günstige Lage im Herzen Westeuropas und dreier wirtschaftlich starker Regionen (Elsass, Nordwestschweiz und Baden-Württemberg) erklärt den Erfolg des EuroAirport. Er ist der am besten ausgebaute Flughafen am Oberrhein und kann dank seiner Infrastruktur jegliche Art von Verkehr aufnehmen.
Der Flughafen ist eine Schlüsselinfrastruktur im Dreiländereck. Viele wichtige Industrien, wie der grösste europäische Health und Life Sciences Cluster, sind in der Nähe. Auf dem Flughafengelände selbst befindet sich das weltweit grösste Kompetenzzentrum für den Innenausbau von VVIP*-Flugzeugen. Es generiert rund einen Drittel der Arbeitsplätze auf der Flughafenplattform.
Mit über 6'500 Arbeitsplätzen leistet der Flughafen gemeinsam mit seinen Partnerbetrieben einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Beitrag für die trinationale Metropolregion. Er zählt zu den bedeutendsten Arbeitgebern in der Region.
Im Jahr 2019 wurde ein Passagieraufkommen von 9,1 Millionen registriert. Das Streckennetz umfasste im Linienverkehr rund 100 Destinationen in mehr als 30 verschiedenen Ländern, die in aller Regel mehrmals wöchentlich oder täglich direkt und ohne Umsteigen angeflogen wurden.
Im Jahr 2020 sank das Passagieraufkommen aufgrund der Krise im Zusammenhang mit der weltweiten Pandemie auf 2,6 Millionen. Trotz dieses Kontextes hat der EuroAirport ein Angebot von mehr als 80 Destinationen in ganz Europa und dem Mittelmeerraum aufrechterhalten. Nach der Pandemie nahm der Reiseverkehr allmählich wieder zu und im Jahr 2024 durfte der Flughafen wieder 8,9 Millionen Fluggäste, ein plus von 10,2% im Vergleich zum Vorjahr, begrüssen. Rund 30 Fluggesellschaften boten insgesamt 100 Destinationen an.
Marktführer sind easyJet und Wizz Air, gefolgt von Pegasus, British Airways und Lufthansa. Die weltweit führenden Airline-Allianzen – Star Alliance, SkyTeam und oneworld – sind am EuroAirport vertreten und verschiedene Fluggesellschaften bieten attraktive Umsteigmöglichkeiten über ihre internationalen Drehkreuze an: Air France (Paris), Austrian Airlines (Wien), British Airways (London), flydubai (Dubai), KLM (Amsterdam), Lufthansa (Frankfurt und München), Norwegian (Oslo), Pegasus Airlines und Turkish Airlines (Istanbul) sowie Vueling (Barcelona).
Der Flughafen Basel-Mulhouse nimmt beim Frachtverkehr eine strategische Rolle im trinationalen Logistikcluster ein. Während der Krise hatte der Frachtumschlag stark zugenommen. Inzwischen hat sich das Frachtaufkommen wieder auf Vorkrisen-Niveau eingependelt: Im Jahr 2024 entsprach das gesamte Frachtvolumen mit knapp 105 000 Tonnen 99% des Volumens von 2019.
Zukunftsaussichten
Anfang 2020 beendete die COVID-Krise eine Dekade des Wachstums im Luftverkehr. Heute liegt der Luftverkehr in Europa und im Mittelmeerraum wieder auf dem Niveau von 2019. Jedoch hat sich das Reiseverhalten verändert. Reisen aus familiären Gründen haben stark zugenommen. Geschäftsreisen sind zurückgegangen. Der Anteil an Reisen aus touristischen Gründen ist relativ stabil. Die grösste Herausforderung für den Luftverkehr stellt in den nächsten Jahrzehnten die Dekarbonisierung dar. Für den Flughafen Basel-Mulhouse ist zudem die Reduktion des Nachtfluglärms ein besonderes Anliegen, liegt er doch in einem dicht besiedelten Gebiet.
Die Entwicklung des Flughafens basiert auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Bei allen Entscheidungen des Flughafens werden die drei Pfeiler der nachhaltigen Entwicklung – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – miteinbezogen. Gemäss der Strategie EAP 2023 steht zum einen die Verbesserung der Dienstleitungsqualität im Fokus, zum anderen liegt ein besonderes Gewicht auf Umweltthemen. Hier sind die beiden wichtigsten Handlungsschwerpunkte die Reduktion des Nachtfluglärms sowie die Reduktion des CO2-Fussabdrucks.
Der Flughafen hat beschlossen, das Projekt „EMT“ (Evolution Modulaire du Terminal) umzusetzen. Dieses ermöglicht, die Terminalinfrastruktur des EuroAirport zu erweitern und zu modernisieren. Das Projekt ist in einzelne, voneinander unabhängige Module aufgeteilt, was eine schrittweise und flexible Umsetzung der einzelnen Module erlaubt. Das erste Modul „Landside“ umfasst einen Anbau des bestehenden Terminalgebäudes von rund 14 000 m² an der Ostseite sowie die Modernisierung von 15 000 m² im bestehenden Terminal. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Fertigstellung des neuen Gebäudes für 2030/31. In der Zwischenzeit setzt der Flughafen einen Aktionsplan um, um die Servicequalität mit gezielten Massnahmen bis 2026 zu verbessern. Einige Projekte sind bereits abgeschlossen (Renovierung des Ankunftsbereichs, Neugestaltung der Gastronomie), andere befinden sich in Planung (Renovierung der Sanitäranlagen, Beschilderung, Verbesserung der Gatebereiche etc.).
Nach jahrzehntelangem Flugbetrieb ist eine Sanierung der Hauptpiste des EuroAirport notwendig. Die Sanierungsarbeiten sind für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Aus Sicherheitsgründen wird eine vollständige Schliessung der Start- und Landebahn für einen Zeitraum von rund einem Monat erforderlich sein.
Ein weiteres wichtiges Projekt für den EuroAirport und die Region ist der direkte Bahnanschluss. Dieses Projekt wurde Anfang 2010 von der französischen Regierung offiziell wieder aufgenommen. Ziel ist es, die Erreichbarkeit des Flughafens für Reisende und Beschäftigte aus dem Elsass und aus Basel spürbar zu verbessern Der EuroAirport wird sich im Rahmen der nächsten Projektphase aktiv an den weiteren Planungsarbeiten beteiligen.
Ein weiteres zukünftiges Bauvorhaben ist die Errichtung eines Hotels mit 200 Zimmern in unmittelbarer Nähe des Flughafenterminals.