07/01/2004

Trotz Verkehrsrückgang bei turbulenter Wirtschaftslage setzt der EuroAirport im Jahre 2004 auf Wachstum und passt sich den neuen Marktbedürfnissen an.

Mit 2,489,665 Fluggästen per Ende 2003 liegt das Passagieraufkommen um 19% unter dem Vorjahr. Das Frachtaufkommen nimmt mit 81,423 Tonnen leicht zu (+2%).

Prioritäten für 2004: Modernisierung der geltenden Gebührenordnung, Startschuss für die Entwicklung der neuen Expressfrachtzone, weiterhin intensives Marketing und effizientes Kostenmanagement betreiben, Zurückhaltung bei den Investitionen.

Mit 2,489,665 Fluggästen per Ende 2003 liegt die Gesamtanzahl der Passagiere am EuroAirport um 19% unter dem Vorjahr (3,058,000 Mio). Die Frachtaktivitäten nehmen mit 81 423 Tonnen um 2% zu, wovon 63% dieser Aktivität (51 369 Tonnen) auf den Luftfrachtersatzverkehr (LEV) per Lkw entfallen.

Angesichts des Verkehrsrückganges im Jahre 2003 hat sich der EuroAirport auf proaktives Marketing, gezieltes Kostenmanagement, die Sicherstellung der Konkurrenzfähigkeit, und die Verbesserung des Frachtangebotes konzentriert. In diesem Zusammenhang hat der EuroAirport seine Kontakte zu verschiedenen Fluggesellschaften vertieft und seine Organisation gestrafft, um Personalkosten zu senken und seine Leistungsfähigkeit zu steigern.

Zu den positiven Ergebnissen des Jahres 2003 zählen einige neue Fluggesellschaften – Iberworld, Cimber Air/SAS, Cirrus Airlines, Club Airways, Air Nostrum mit Iberia und Aigle Azur – sowie die Einführung einer neuen Frachtabteilung, die als eigenständige strategische Einheit operiert.

Im wirtschaftlichen Interesse der Region wird der EuroAirport auch 2004 nach Lösungen suchen, die den Verkehrsaufschwung ermöglichen. Dabei wird er den Dialog mit den Anrainern und ein effizientes Kostenmanagement konsequent fortsetzen.

Prioritäten 2004:
- Wachstumsimpulse durch eine überarbeitete Gebührenordnung,
- Baubeginn der neuen Expressfrachtzone (Zone 4),
- Unterstützung bei der Einführung eines zusätzlichen Instrumentenlandesystems aus südlicher Richtung (ILS 34),
- weiterhin intensives Marketing und effizientes Management betreiben, und
- Zurückhaltung bei den Investitionen.

Im Passagierverkehr haben 2,489,665 Passagiere (-19% gegenüber 2002) den EuroAirport benutzt, davon entfallen 74,3% (1,8 Mio) auf den Linienverkehr (-24% gegenüber 2002).  Dieser Rückgang des Linienverkehrs lässt sich durch verschiedene Faktoren erklären:  die Auswirkungen des Irak-Kriegs und der SARS-Epidemie am Anfang des Jahres aber auch und in besonderem Masse die Streichungen verschiedener Destinationen und die signifikante Rücknahme von Frequenzen auf weiterhin verbleibenden Strecken durch Swiss International Airlines.
Der Ferienflugverkehr konnte im ersten Quartal einen deutlichen Aufschwung verzeichnen und hat sich in den folgenden Quartalen auf ein stetiges Wachstum im Bereich von 2% bis 4% eingependelt. Insgesamt schliesst der Monat Dezember verglichen mit dem Vorjahr mit +3% ab trotz der unerwarteten Annullierungen von neuen Destinationen im Winterflugangebot der Fluggesellschaft Avione AG.

Der Luftfrachtverkehr bleibt im Jahre 2003 dank der Fortsetzung der Frachtflüge von Korean Air mit 6100 Tonnen stabil. Der Luftfrachtersatzverkehr (LEV) per Lkw steigt dagegen um 1% von 51 011 Tonnen auf 51 369 Tonnen.
Mit 5% Zunahme (von 22 372 auf 23 571 Tonnen) wird die Expressfracht ihrer Rolle als Wachstumsträger zum wiederholten Male gerecht. Auf Anfrage der hier tätigen Expressfracht-Gesellschaften hat sich die Direktion des EuroAirport entschlossen, eine expressfrachtspezifische Zone zu entwickeln. Die neue Expressfrachtzone geht auf die spezifischen Bedürfnisse der Express-Gesellschaften ein und bietet langfristige Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Aktivitäten. Am 12. Dezember 2003 hat der Verwaltungsrat in seiner Sitzung Weichen für die Entwicklung der neuen Expressfrachtzone gestellt: die Direktion des EuroAirport beabsichtigt einen Vertrag mit einem Privatinvestor im Laufe des ersten Quartals 2004 zu unterschreiben. Die Entwicklung der Expressfrachtzone wird eine positive Entwicklung dieser Aktivitäten am EuroAirport unterstützen sowie die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze.

Die Flugbewegungen sind mit 87'995 Starts und Landungen um 19% rückläufig. 64'083 Bewegungen (72,8%) entfallen auf den gewerblichen Verkehr. Obwohl die Bewegungen des Linienverkehrs um 32% zurückgehen, nehmen die Bewegungen der Ferienflüge um 3% zu.

Im Herzen des Dreiländerecks, an den Grenzen zu Frankreich, der Schweiz und Deutschland bietet der EuroAirport Zugang zu einem Marktpotential von 4 Millionen Einwohnern in einem Umkreis von einer Autostunde. Im Jahr 2004 wird der EuroAirport sich weiterhin dafür engagieren, seine ausgebaute Infrastruktur der RegioTriRhena nutzbringend zur Verfügung zu stellen. In einer schwierigen Wirtschaftslage wird der EuroAirport aktiv seine Strategie durchsetzen: Verbreiterung und Verbesserung des Angebotes im Passagierverkehr insbesondere auch durch die Ansiedlung eines „Low-Cost-Carriers“ sowie die Ausschöpfung der regionalen Potenziale im Frachtverkehr. Der EuroAirport wird diese Ziele unter Beachtung des Dialogs mit seinen Anrainern und in seiner Rolle als Entwicklungspartner der Region verfolgen.