21/09/2016

Neues Riesenposter am Kontrollturm des EuroAirport: Otto Dix – der Isenheimer Altar, erste grosse Ausstellung moderner Kunst seit Renovierung und Erweiterung des Musée Unterlinden in Colmar

Mit einem neuen Riesenposter am Kontrollturm würdigt der EuroAirport die erste Ausstellung moderner Kunst, die das Musée Unterlinden seit dessen Erweiterung durch die Basler Architekten Herzog & de Meuron organisiert hat. Bei der Ausstellung handelt es sich um die umfangreichste Monografie von Otto Dix, die in den letzten 15 Jahren in Frankreich präsentiert wurde. Sie zeigt, wie sich der deutsche Künstler in seinem Schaffen immer wieder nachhaltig vom Isenheimer Altar inspirieren liess, dem Meisterwerk von Matthias Grünewald, das seit 1853 im Musée Unterlinden beheimatet ist. Zu sehen ist die Ausstellung vom 8. Oktober 2016 bis zum 30. Januar 2017.

Die Enthüllung des 14 mal 7 Meter grossen Riesenposters, das Alpinisten am Morgen des 21. September 2016 am Kontrollturm montiert hatten, erfolgte im Beisein von Thierry Cahn, Vorsitzender der Schongauer Gesellschaft, Pantxika De Paepe, Direktorin Museum Unterlinden, Frédérique Goerig-Hergott, Chefkuratorin, Jean-Pierre Lavielle, Präsident des Verwaltungsrats des EuroAirport, Matthias Suhr, Direktor und Vivienne Gaskell, Leiterin Kommunikation. Damit verdeutlicht der EuroAirport seine Rolle als strategisches Eingangstor zu den kulturellen Ereignissen des Dreiländerecks, zu denen die Eröffnung des „neuen“ Musée Unterlinden gehört.

Durch seine Lage am Angelpunkt von Luft- und Landverkehr bietet der EuroAirport mit seinem vielseitigen Flugangebot regelmässige Verbindungen zur Entdeckung der kulturellen Schätze der tri-nationalen Region und fördert somit deren internationale Ausstrahlung. Das Musée Unterlinden, eines der meistbesuchten Museen Frankreichs, verdankt sein internationales Renommee unter anderem der Ausstellung von Meisterwerken wie dem Isenheimer Altar und dem Wandteppich nach Picassos „Guernica“, von dem weltweit nur drei Exemplare existieren.

Nach dreijähriger Bauzeit öffnete die neue Schatzkammer des Museums am 12. Dezember 2015 ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Am 23. Januar 2016 wurde das nunmehr fast 8 000 m2 grosse Museum in Anwesenheit des französischen Präsidenten François Hollande und des Schweizer Bundespräsidenten Johann N. Schneider-Ammann eingeweiht. Die äusserst umfangreiche Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst verfügt nun in dem von Herzog & de Meuron entworfenen neuen Gebäude über eigene permanente Ausstellungsräume.


Anlässlich des 125. Geburtstags von Otto Dix und der 500 Jahre des Isenheimer Altars erweist das Musée Unterlinden diesem bedeutenden Vertreter des deutschen Expressionismus die Ehre, indem es ihm seine erste grosse Ausstellung moderner Kunst widmet. 

Während er jenseits des Rheins gefeiert wird, ist Otto Dix in Frankreich weitgehend unbekannt geblieben. Die Ausstellung, die mehr als hundert Werke – darunter aussergewöhnliche Leihgaben – vereint, will diesen wichtigen Akteur der europäischen Kunstgeschichte stärker ins Bewusstsein rücken und gleichzeitig den dauerhaften Einfluss des Isenheimer Altars auf das Schaffen von Dix verdeutlichen.

Unübersehbar ist dieser Einfluss in der „Verkündigung“, die als Motiv für das Riesenposter am Kontrollturm des EuroAirport gewählt wurde. Hier setzt Otto Dix die Thematik in einen modernen Kontext. Die Jungfrau, die als junges Mädchen dargestellt ist, zeigt die gleiche Überraschung wie die Jungfrau Grünewalds, als der Erzengel Gabriel ihr die baldige Schwangerschaft verkündet.

Das Riesenposter, das für die erste grosse Ausstellung des Musée Unterlinden in Colmar seit der Renovierung wirbt, ist das jüngste einer Reihe verschiedener Motive, die bereits am Kontrollturm des Flughafens zu bewundern waren:

-     das Werk Blue Red Rocker des amerikanischen Künstlers Ellsworth Kelly, das auf die Sonderausstellung „Sculpture on the move 1946–2016“ anlässlich der Eröffnung des erweiterten Kunstmuseums Basel hinwies (April 2016)
-     der Eisbär des Geheges „Grand Nord“, der auf das Prestigeprojekt des Zoos von Mulhouse aufmerksam machte (Juni 2015)
-    „IBA Basel 2020 – Gemeinsam über Grenzen wachsen“, das die 2013 IBA Projektschau unterstützte (September 2013)
-    die Ariane-Rakete, die auf die Präsidentschaft des Ariane-Städtebunds des Gemeindeverbands m2A in Frankreich verwies (April 2013)
-    „Freiburg Green City“, das die geografische Nähe des EuroAirport zu Freiburg im Breisgau und die Verbundenheit mit dem Schwarzwald verdeutlichte (Juni 2010)
-     die Kornfelder in der Provence, ein leuchtendes Gemälde von Van Gogh, das auf die Ausstellung „Vincent van Gogh – Zwischen Erde und Himmel: die Landschaften“ im Kunstmuseum Basel aufmerksam machte (April 2009)
-     die Lokomotive aus der Sammlung der „Cité du Rail“ von Mulhouse (März 2005)
-     der Fernet-Branca-Adler („Musée d’Art Contemporain“, Saint-Louis, Oktober 2004)
-     die Tutanchamun-Maske (Ausstellung im Antikenmuseum von Basel, Mai 2004)

Das neue Poster ist Teil einer innovativen Kommunikationsstrategie, die die zentrale Lage des EuroAirport am Schnittpunkt der drei Länder hervorhebt und dessen grenzüberschreitende Beziehungen bezeugt.
 
Weitere Informationen über das neue Musée Unterlinden: www.musee-unterlinden.com/de