30/10/2009

Gründung der Vereinigung zur Förderung von Luftfahrtaktivitäten (APRA) im Dreländereck (Basel-Mulhouse-Freiburg) und im südlichen Elsass

An der Medienkonferenz von Freitag, 30. Oktober 2009, stellten Alphonse Hartmann, Präsident der Vereinigung zur Förderung von Luftfahrtaktivitäten (APRA) und Vizepräsident des Conseil Général 68 sowie Steve Jecko, Sekretär der APRA, die Ziele und Projekte dieser neuen Vereinigung am EuroAirport vor.

Die APRA wurde am 25. Juni 2009 gegründet. Sie stellt die Fortsetzung der seit mehreren Jahren durchgeführten Arbeiten dar, die aus einem Netzwerk von regionalen und lokalen Abgeordneten, Arbeitgebervertretern und Mitwirkenden aus dem Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung und der Aus- und Weiterbildung entstanden sind.

Als Agentur für die Förderung von Luftfahrtaktivitäten nimmt die APRA eine Rolle an der Seite zweier bereits vorhandenen Strukturen ein: 

-  einem Ausbildungszentrum für Luftfahrtberufe, das im Juni 2008 gegründet wurde und seitdem mehr als 15 Personen dazu verhalf, einen Arbeitsplatz im Bereich Flugzeugwartung zu finden, und

- einer Vereinigung, die am Standort des Flughafens Mulhouse-Habsheim eine Schule für Linienpiloten aufbaut, deren Inbetriebnahme für Anfang 2011 vorgesehen ist.

Aufgrund der Internationalität des Standorts EuroAirport, seiner Bedeutung für die Arbeitsplätze in der Region und mit der Errichtung eines hochspezialisierten Kompetenzzentrums im Bereich Luftfahrt, hat sich  APRA folgende Ziele gesetzt:

- Förderung und Koordinierung aller Projekte, die mit der Schaffung neuer Tätigkeiten (gewerbliche Tätigkeiten und Dienstleistungen) im Bereich des Flugzeugbaus und der Luftfahrt im Dreiländereck Basel-Mulhouse-Freiburg und dem südlichen Elsass in Zusammenhang stehen

- Schaffung von Attraktivität für die Ansiedelung neuer Tätigkeiten durch den Aufbau eines Kompetenz- und eines Aus- oder Weiterbildungszentrums für Luftfahrt- und Flughafenberufe

- Schaffen von Synergien zwischen den betroffenen Unternehmen, den Forschungs- und Entwicklungszentren (Universitäten, Ingenieursschulen, Unternehmen) und den Akteuren der Aus- und Weiterbildung.

Kurzfristig plant die APRA die Umsetzung von zwei Projekten:

- Gründung eines europäischen Zentrums zur Entwicklung der mit dem Flugbetrieb verbundenen Tätigkeiten.
Dieses neue Zentrum wird in Form eines Immobilienkomplexes verwirklicht. In diesem Komplex befinden sich am gleichen Ort Forschungs- und Entwicklungszentren, Zentren für die Aus- und Weiterbildung und Austauschgruppen, die der Entwicklung innovativer Projekte im Bereich des Flugbetriebs und der Luftfahrt dienen. Ein europäisches Dossier wird im Frühjahr 2010 eingereicht und verbindet Partner aus der Schweiz, Deutschland und aus Frankreich miteinander.

- Organisation einer wiederkehrenden internationalen Messe zur Förderung der Unternehmen und dem generellen Bestreben, Personen mit speziellem Know-how in den Bereichen Flugbetrieb und Luftfahrt zusammen zu bringen. Diese Messe ist für Anfang 2011 geplant und soll dazu beitragen, der betroffenen Wirtschaftszone die erforderliche Attraktivität zu verleihen.

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg fordert die Wirtschaft im Dreiländereck und weist durch seinen Standort deutliche Vorteile auf:

- binationalen Status
- fast 6500 Personen, die auf dem Flughafengelände arbeiten, sind auf 73 Nationalitäten (62% Franzosen, 18% Schweizer und 9% Deutsche) verteilt
- 132 Unternehmen am Standort, wobei 55% dem schweizerischen Zollsektor und 45% dem französischen Zollwesen zuzuordnen sind
- gewerbliche Betriebe im Bereich Wartung und Ausbau von Flugzeugen, die 2200 Personen beschäftigen und ihre Kunden weltweit betreuen.