12/11/2013

12. Sitzung der Trinationalen Umweltkommission für den EuroAirport

12. Sitzung der 2001 gegründeten Trinationalen Umweltkommission für den EuroAirport am 19. Juni 2013:

Kommission unter D-Präsidentschaft informiert sich über aktuelle Verkehrsentwicklung und Entwicklungsplanungen des Flughafens. Im Zentrum der Sitzung stand auf Antrag der Anrainerverbände das Thema einer differenzierten Betrachtung der Lärmauswirkungen des Flugbetriebes. Ziel der zu erarbeitenden Analyse ist, Möglichkeiten zur Lärmredzierung zu identifizieren.


Zu Beginn ihrer Beratung hat sich die Kommission unter der Leitung von Regierungsvizepräsident Klemens Ficht von der Direktion des EuroAirport über die Verkehrs- und Unternehmensentwicklung orientieren lassen. Im ersten Halbjahr 2013 zeigte sich am EuroAirport weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung. Per Ende des Jahres werden wiederum mehr als 5 Mio. Fluggäste erwartet.

In Bezug auf die Fluglärmentwicklung berichtet die EAP-Direktion, dass auch angesichts eines Zuwachses im Fluggastaufkommen die an den Messstationen rund um den Flughafen registrierten Fluglärmwerte im Vergleich zu den Vorjahren stabil geblieben sind.

Im Zentrum der Sitzung der Umweltkommission stand ein Antrag der Anrainerverbände aus der letzten Sitzung im Herbst 2012. In diesem Antrag haben die Anrainerverbände gefordert, dass eine differenzierte Betrachtung der Lärmauswirkungen des Flugbetriebes erarbeitet wird. Ziel des Antrages ist, durch entsprechende Messungen und Berechnungen eine Optimierung der Flugrouten zu erreichen, um den Lärm zu reduzieren.

Direkt nach der letzten Umweltkommissionssitzung hat sich die EAP-Direktion mit den Anrainerverbänden bilateral getroffen und sich zum diesem Thema intensiv vorab ausgetauscht. In der Sitzung präsentierte die EAP-Direktion nun einen auf Konsens stoßenden konkreten Vorschlag hierzu mit dem Ziel, diese Analyse bis zur nächsten Sitzung der Kommission 2014 vorzulegen.

Die EAP-Direktion berichtet weiter, dass nach einer Erprobungsphase seit 2011 noch in diesem Jahr mit einem verbesserten Sinkflugverfahren begonnen werden könne. Das neue Verfahren eröffne die Möglichkeit, später als bisher in den Sinkflug vor der Landung einzutreten, was zur Lärmreduzierung beitragen werde.

Aufgabe der Trinationalen Umweltkommission ist es, den Informationsaustausch zu Gunsten der Anwohnerschaft des Flughafens zu vereinheitlichen, den direkten Erfahrungsaustausch zwischen den Anrainerregionen zu ermöglichen und durch gemeinsame Stellungnahmen die Erwartungen der Bevölkerung besser zu berücksichtigen. Die Kommission steht dabei in der Tradition der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Dreiländereck am Oberrhein. Sie bietet eine Plattform für die Diskussion aller Beteiligten mit- und nicht gegeneinander und trägt so zur Bildung von Vertrauen und Transparenz bei.