Schutzmassnahmen

DroppedUriImg

Mit dem Ziel, die mit dem Flugbetrieb verbundenen Lärmauswirkungen möglichst gering zu halten, hat der Flughafen bereits ein ganzes Bündel von unterschiedlichen Massnahmen getroffen.

Betriebsbeschränkungen

Für die Nachtstunden gelten klare Einschränkungen – insbesondere durch ein Startverbot zwischen 00:00 und 06:00 Uhr und ein Landeverbot zwischen 00:00 und 05:00 Uhr. Zusätzliche Auflagen gelten für Charter, Trainingsflüge, die sogenannte Allgemeine Luftfahrt, sowie für besonders laute Maschinen. Ausnahmen können durch die Flugsicherung bewilligt werden.

Flugverfahren

Die zuständigen Flugsicherungsorgane arbeiten laufend daran, die standardisierten Flugverfahren bezüglich der Lärmauswirkung zu optimieren. Dazu gehören unter anderem die Anpassung der Prozeduren ELBEG für den Nordstart, die Einführung einer neuen Prozedur BASUD für die Direktstarts nach Süden sowie die Ersetzung des Sichtanflugverfahrens für Landungen von Süden durch ein präziseres und auch aus der Umweltsicht besseres Instrumentenlandesystem ILS-33.

Bauliche Massnahmen

Für die aus betrieblichen Gründen leider auch während der Nachtstunden nötigen Motorentests ist 1997 der Lärmschutzhangar „Silencer“ errichtet worden. Die Verlängerung der Ost/West-Piste im Jahre 2002 leistet einen Beitrag zur Entlastung der unter der Hauptstartrichtung im Süden liegenden Gemeinden.

Gebührenordnung

Die Landegebühren sind nicht nur abhängig vom Gewicht, sondern auch von der Lärmklasse des Flugzeuges. Zusätzlich besteht eine besondere Lärmtaxe, welche in der Nacht zehnmal höher ist als am Tag.

Raumplanung

Für die Steuerung der Bautätigkeit rund um den Flughafen ist von den französischen Behörden der sogenannte „Plan Exposition Bruit“ (PEB) in Kraft gesetzt worden.

Schallschutz

Für Gebäude, welche innerhalb des sogenannten „Plan Gêne Sonore“ (PGS) liegen und gewisse Voraussetzungen erfüllen, kann der Flughafen finanzielle Beiträge an Schallschutzmassnahmen entrichten (Auskünfte durch das Generalsekretariat des Flughafens).

Überwachung und Sanktionen

Die Abteilung Umwelt betreibt ein modernes Lärmmessnetz mit 13 Messstationen und verfügt mit dem CIEMAS Datenerfassungs- und Analysesystem über ein modernes Mittel, um die Einhaltung der zahlreichen Betriebseinschränkungen zu überwachen. Seit Januar 2004 gibt ein Ministerialbeschluss den französischen Behörden die Möglichkeit, bei Übertretungen auch Sanktionen auszusprechen.


Letzte Aktualisierung - Juli 2013 -